Alpencross 2026 Rundkurs Enzenstetten – Enzenstetten
In diesem Jahr gab es mal wieder einen Transalp als Rundkurs aber gegen den Uhrzeitersinn. Wie immer 6 Tagesetappen plus ein Warmup, selbstorganisiert, Gepäck am Fahrrad und auf dem Rücken. Da wir mit der Tourenplanung und Organisation ja schon einige Erfahrungen haben, ist dies für uns auch keine Herausforderung mehr. Hotels lassen sich einfach über diverse Portale buchen, hier sollte man jedoch die Hotels direkt ansprechen, da es dann oft bessere Konditionen gibt. Unsere Tour startete diesmal im Allgäu Nähe Füssen. Der Tourverlauf ging durchs Vilstal am Haldensee vorbei und dann ins Lechtal bis nach Holzgau . Weitere Etappenziele waren St. Anton am Arlberg, Ischgl, Pfunds und Nassereith. Danach ging es wieder zurück zum Ausgangsort. Wie immer stellen wir in unserem Bericht die Streckendaten zur Verfügung und geben ein paar Hinweise auf Unterkünfte und Lokalitäten. Leider war die Tour in diesem Jahr sehr verregnet.
Eckdaten der gesamten Strecke:
Fahrtzeit
8 Tage / 6 Etappen
Fahrtstrecke
395 km
Höhenmeter
8325 hm


Tages- / Etappenberichte
16.08.2026
Etappe: Anreise Enzenstetten und Warmup
Strecke: 35 km
Höhenmeter: 640 hm


Höhenprofil: Anreise Enzenstetten und Warmup
Anreise nach Enzenstetten im Allgäu. Morgens um 03:45 Uhr geht der Wecker. Los geht es in Lünern. In Dortmund wird noch ein Kollege abgeholt. Die beiden anderen Mitstreiter sind schon tagszuvor nach Enzenstetten gereist. Die Autobahnen sind noch frei und wir kommen gut durch. Da wir diesmal über die A45 reisen, gibt es eine neue Frühstückslokation in Goldbach. Danach geht es weiter bis Enzenstetten. Gegen Mittag sind wir dort. Kaffee und Kuchen stehen schon bereit. Danach geht es auf unseren Warmup. Bei sonnigem Wetter starten wir in Richtung Osten zum Senkelekopf. Danach geht es weiter zum Faulensee. Hier gibt es eine erste kleine Pause. Vom Faulensee geht es weiter vorbei am Hopfensee bis zum Weissensee. Hier gibt es eine weitere kleine Pause mit Erfrischung. Auf dem Rückweg verweilen wir noch mal auf der Schlossbergalm bei einem Getränk. Anschließend geht es zurück zu unserem Ausgangsort Enzenstetten. Bei einer Pizza lassen wir den Abend ausklingen um uns auf unsere eigentliche Tour vorzubereiten.
17.08.2026
Etappe: Enzenstetten – Holzgau
Strecke: 85 km
Höhenmeter: 827 hm


Höhenprofil: Enzenstetten – Holzgau
Der Morgen sieht nicht so gut aus. Nach dem Frühstück begeben wir uns direkt in unsere Regenklamotten. Es wir heute eine länger Tour da uns 85 km bevorstehen. Es geht in Richtung Süden vorbei am Köglweiher, an Kappel und Halden ins Vilstal. Auf den nächsten 15 km fahren wir immer auf Wald- und Forstwegen entlang der Vils bis Zöblen. Über Tannheim geht es bis zum Haldensee. Bis jetzt hatten wir zwischendurch nur kleine Regenschauer. Am Haldensee legen wir zur Mittagszeit einen Stopp an der Tauschersalm ein. Kaum sind wir im Lokal geht ein Wolkenbruch herrunter. Also wird die Pause ein wenig länger. Nach einer Stunde hat es leider immer noch nicht aufgehört mit dem Regen. Trotzdem müssen wir weiter, denn es liegen noch 50 km bis Holzgau vor uns. Die nächsten 10 km führen uns wieder auf Nebenwegen bis ins Lechtal. An der Forchacher Hängebrücke gibt es einen Fotostopp. An den Waldwegen waren. auch wieder ein paar Schnitzer unterwegs, die einige schöne Holzfigur am Wegesrand erstellt haben. Kurz vor 16:30 Uhr erreichen wir unser Hotel Gasthof Dorfstube in Holzgau. Ein Hotel welches man wegen seiner Gastfreundlichkeit nur empfehlen kann. Der Trockenraum für die Kleidung für Radfahrer oder Wanderer ein Genuss. Der Kellner ist gut gelaunt und das Abendessen ausreichend.
18.08.2026
Etappe: Holzgau – St. Antton am Arlberg
Strecke: 46 km
Höhenmeter: 1172 hm


Höhenprofil: Holzgau – St. Antton am Arlberg
Das Frühstück am Morgen war gut bestückt. Das Wetter eher durchwachsen. Wolken und Nebel ließen auf keinen angenehmen Tag schließen. Also ging es erst mal los. 150 hm bis zur Hängebrücke oberhalb von Holzgau. Bei Nutzung der Brücke ist eine Übertrittsgebühr fällig. Da unser Weg aber in die andere Richtung führt zahlen wir natürlich nicht. Ein schmaler Trail für uns weiter entlang der Hangs. Eine kleine Unachtsamkeit auf dem nassen Untergrund und den glatten Wurzeln und schon war ein Sturz nicht mehr verhinderbar. Zum Glück nur eine kleine Wunde. Da der Weg nicht besser wurde, entschieden wir wieder zurück hinunter ins Lechtal zu fahren. Auf dem Lechtalradweg ging es dann weiter. Teilweise mussten wir aber die Lechtalstraße nutzen, da keine andere Möglichkeit bestand. Nach gut 20 km erreichen wir Warth, wo ein kleiner Stopp in der Wäldermetzgerei Warth anstand. Bis Lech ging es dann auch auf der Straße weiter. Von Lech bis Zürs gab es einen schönen Trail abseits der Straße. Nur am Ende musste man schieben bzw. eine paar Treppenstufen hinauf. Kurze danach erreichen wir den Flexenpass. Ab dem Flexenpass müssen wir wieder die Straße nehmen. Durch die Flexengalerie lassen wir die Räder einfach laufen. Am Ende geht es dann wieder Arlbergstrasse hinauf nach St. Christoph bevor es hinunter nach St. Anton am Arlberg unserem nächsten Etappenzielort geht. Im Ort machen wir noch eine kleine Einkehr. Im Hotel Grieserin haben wir gebucht. Die Räder müssen leider ein paar Treppen hinauf gewuchtet werden. Dort stehen sie aber sicher im Skiverschlag. Da es hier kein Abendessen gibt, suchen wir uns in St. Anton ein Abendlokal. In den Arlberger Dorfstubn finden wir unser gewünschtes Lokal. Nach dem Essen mussten wir uns nur ins Innere verziehen, da es mal wieder zu Regnen anfing. Der Weg zurück in Hotel war zum Glück nicht so weit.
19.08.2026
Etappe: St. Anton am Arlberg – Ischgl
Strecke: 44,5 km
Höhenmeter: 1242 hm


Höhenprofil: St. Anton am Arlberg – Ischgl
Der Morgen verspricht Gutes. Kein Regen in Sicht und es soll heute auch die Sonne herauskommen. Die ersten 6 km bis zum Verwallsee gehen moderat hinauf. Hier überfahren wir die Hängebrücke mit dem Rad, da keine Fußgänger unterwegs sind. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir die Konstanzer Hütte. Hier legen wir eine kleine Rast ein. Danach geht es weiter auf Schotterwegen. Landschaftlich ist das Verwalltal eine Augenweide. Unterwegs sehen wir auch mal ein paar Murmeltiere und jede Menge Stapeltürme Ab km 15 beginnt dann der richtige Aufstiegstrail zur Neuen Heilbronner Hütte. Sehr anspruchsvoll. Ohne „E“ hätten wir hier doch so einige Meter schieben müssen. Der Weg ist stiel und teilweise verblockt. Kurz vor der Neuen Heilbronner Hütte werden wir von den Ansässigen Tieren begrüßt. Auf der Neuen Heilbronner Hütte machen wir Mittagsrast. 1000 hm waren es bis hierhin. Der Marillenstrudel war leider sehr trocken und nicht zu empfehlen. Der Kollege mit der Speckplatte hatte da mehr Glück. Die Abfahrt bis zur Verbella Alpe ist zwar recht abschüssig aber der Weg ist breit und gut fahrbar. Der Rest bis zum Kops Stausee ist schon fast eine Rollerstrecke. Am Alpengasthot Zeinis legen wir noch mal eine Trinkpause ein, bevor es auf der alten Zeinisjochstrasse (Schotterwege) bis nach Galtür geht. Auf dem Höhenweg und dem Trisana-Uferweg lassen wir und bis nach Ischgl rollen. Hier haben wir das Hotel Martina gebucht. Ein schönes Frühstückshotel. Den legendären Ischgler Kuhstall haben wir nicht besucht. Ist auch eher was für den Winter.
20.08.2026
Etappe: Ischgl – Pfunds
Strecke: 42 km
Höhenmeter: 1895


Höhenprofil: Ischgl – Pfunds
Beim Blick aus dem Fenster erst mal Erleichterung. Die Sonne scheint. Aber es ist ab Mittag Regen angesagt. Also haben wir die Frühstückszeit ein wenig vorgelegt. Wir möchten mit der ersten Kabine an der Silvrettabahn auf die Idalp hoch. Dank der Silvrettacard, die wir im Hotel erhalten haben, ist die kostenlos möglich. Um 08:30 Uhr starten wir. Heute nehmen wir mit dem Rad auch die Abkürzung durch den Dorftunnel. Die Silvrettabahn ist zwar noch nicht mit allen Gondeln bestückt, aber wir können so schon mit den Rädern vorab zur Idalp hoch, sodass wir schon um 09:00 auf der Idalp sind. Bis zum Regen bleiben uns auch nur noch ca. 2-3 Stunden. Von der Idalp nehmen wir deshalb auch noch den 8-er Sessel bis zum Flimjoch. Insgesamt 1400 hm mit der Aufstiegshilfe. Danach geht es über das Idjoch zum Greitspitz, unserem höchsten Punkt auf der Alpentour. Die Rampe zum Greitspitz müssen wir die Räder schieben, da es trotz E-Unterstützung einfach zu steil ist. Zumindest die Schiebehilfe unterstützt uns noch. Vom Greitspitz geht es weiter immer entlang der Landesgrenze zwischen Österreich und der Schweiz am Palinkopf vorbei bis zum Zeblaskopf. Am Palinkopf stehen wir erst mal in den Wolken und sehen kaum etwas. Diese ist jedoch schnell vorbei gezogen. Nach einer kurzen Abfahrt befahren wir den Zeblastrail in bergauf Richtung. Eigentlich wollen wir in der Verlängerung den Schmugglertrail fahren. Bei schönem Wetter kein Problem. Da das Wetter aber umschlägt, kehren wir auf den Hauptweg zurück und nehmen diesen für die Abfahrt nach Samnaun. Das Ganze dauert dann auch nur 20 Minuten. In Samnaun beginnt dann auch schon der Regen. Die Wegeentscheidung war für uns also richtig. In Compatsch legen wir dann unsere Mittagspause an einer Tankstelle mit Bistro ein. Zudem muss auch ein Bremsbelag erneuert werden. Bei Regen geht es dann weiter über den Zandersweg bis nach Spiess. Leider kam dann zum Regen auch noch ein Gewitter mit Blitz und Donner dazu. Aber ein Blick auf Compatsch lässt sich noch erhaschen. In Spiess haben wir uns dann kurzentschlossen entschieden nicht mehr über die Kobler Alm zu fahren, sondern den direkten Weg auf der Straße bis hinunter zum Inn zu nehmen. Auf dem Campingplatz gab es dann noch mal eine kleine Pause. Die letzten Meter bis nach Pfunds waren schnell abgeradelt. Unsere Unterkunft war die Pension Gabl.
21.08.2026
Etappe: Pfunds – Nassereith
Strecke: 64,3 km
Höhenmeter: 1241 hm


Höhenprofil: Pfunds – Nassereith
In der Nacht hat es durchgängig geregnet. Der Vormittag sollte aber trocken bleiben. Dennoch entschieden wir wieder die einfachere Strecke entlang des Inns zu nehmen. Der Höhenweg zwischen Pfunds und Tösens erschien uns zu matschig. Vorbei am Sauerbrunnen erreichten wir nach 20 km die Pontlatzer Brücke. Hier fing es dann auch wieder an zu Regen. Zuerst müssten wie ein paar matschige Treppenstufen hinauf zur Reschenstraße. Auf der anderen Seite geht ein schöner Trail hinauf nach Fließ, den wir des öfteren schon bergab gefahren sind. Die nächsten knapp 10 km ging es nur bergan. Fast 750 Hm wurden dabei überwunden. Zum Glück das meiste auf asphaltierten Wegen. Auf der Ranch „Neu Amerika“ hatten wir vorab schon eine Speckplatte bestellt. Für unsere „Pferde“ gab es auch Verpflegung. Durch das Pillertal ging es bis zur Innbrücke bei Imst. Ab hier ging es auf dem Biberweg bis ins Gurgltal nach Nassereith. Übernachtung war im Sterzinger Posthotel. Bis zur Ankunft hatten wir leider nur Regen. Aufgrund von Renovierungsarbeiten waren die Zimmer doch recht unterschiedlich in ihrer Qualität. Das Essen und die Bedienung kann man aber empfehlen.
22.08.2026
Etappe: Nassereith – Enzenstetten
Strecke: 77,7 km
Höhenmeter: 1310 hm


Höhenprofil: Nassereith – Enzenstetten
Heute ist unsere letzte Etappe. Es soll zumindest trocken bleiben, auch wenn die Temperaturen am Morgen noch recht kühl sind. Diese Strecke sind wir schon in Gegenrichtung gefahren. Deshalb gab es bis zum Schloss Fernstein einen anderen Weg durch die Wälder. Der uns auch sehr gut gefallen hat. Den Römertrail mussten wir dann hinauf fahren. Ein S0 Trail, der bergauf doch so seine Tücken hatte. Diesmal nahmen wir auch den Radweg über den Fernpass, da es hier eine Unterführung der Fernpassstraße gab. Dieser hat uns aber nicht überzeugt. Ab dem Aussichtpunkt „Fernpass-Gipfel“ ging es erst mal nur bergab bis Ehrwald. Eine schöne Strecke durch die Wälder, dem Panoramaweg und Lärchenwaldweg. Da es noch recht früh war, verzichteten wir hier auf eine Pause. Bei stetigem bergauf und bergab ging es über den Heiterwanger See zum Plansee. Auf dem Campingplatz Seespitz legten wir dann unsere Mittagspause ein. Eine Lademöglichkeit für unsere Räder war auch vorhanden. Ab der Staumauer Plansee konnten wir den neuen, sehr schön ausgebauten Radweg bis nach Reutte nutzen. Damals müssten wir auf der Planseestrasse fahren. Vorbei am Urisee ging es dann erst mal parallel zur Fernpassstrasse. Dann über den Lechradweg zu den Lechwasserfällen und nach Füssen. Von Füssen aus zum Weissensee, den wir schon beim Warmup besucht haben. Kurz vor dem Etappenziel gab es noch einen Halt am „Maria Hilfer Sudhaus“ um ein Gebrautes zu trinken. Hier mussten wir uns dann aber beeilen, da recht schnell eine Regenwand auftauchte. Bis hierhin sind wir den ganzen Tag im Trockenen gefahren. Ein Kilometer vor unserem Zielort hat uns dann doch noch der Regenguß erfasst.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück nach Unna. Trotz des vielen Regens war es eine schöne Tour. Die nächste Alpentour ist schon in Planung.
Euer Radtreff
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zurück nach Unna. Trotz des vielen Regens war es eine schöne Tour. Die nächste Alpentour ist schon in Planung.
Euer Radtreff






















































































































