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Transalp 2019 Dolomiti Stumm – Bassano del Grappa

Diesen Transalp wollten wir 2015 schon mal fahren. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er damals gecanncelt. Dieses Jahr war es dann soweit und wir haben die Dolomiten wieder gebucht. Leider ist der Start wieder mal direkt am Anfang der Sommerferien. Deshalb ging es schon einen Tag zuvor am Freitag bis nach München, um uns nicht den ganzen Tag in Staus aufzuhalten. Nachmittags trafen wir dann bei den Kollegen aus München ein, um uns auf die Tour einzustimmen. Am Samstag konnten wir schön ausschlafen und den letzten Rest der Strecke bis zum Tourstartort Stumm fahren. Von hier aus ging es durch das Zillertal bis zum Pfitscher Joch, weiter über das Pfunderer Joch (hier nahmen wir eine Alternativroute) nach Reischach. Danach durch den Fanes Nationalpark vorbei am Cinque Torri durch die Dolomiten. Die letzte Strecke führte uns über den Monte Grappa nach Bassano del Grappa in Venezien unserem Tourziel. Die Tour wurde wieder über einen Alpencross Anbieter (BikeAlpin) gebucht, der die gesamte Planung der Tour mit Unterkünften, Gepäcktransport und Rückfahrt organisierte. Diese Tour fand ohne Guide statt, sodass wir tagsüber auf uns allein gestellt waren.

Eckdaten der gesamten Strecke:

Fahrtzeit

9 Tage / 6 Etappen + Warmup

Fahrtstrecke

380km + 16 km

Höhenmeter

10200 hm

Tages- / Etappenberichte

12.07.2019

Etappe: Anreise nach München + Sightseeing Tour durch München

Strecke: 20 km

Höhenprofil: Anreise nach München + Sightseeing Tour durch München
Tags zuvor haben wir schon den Bus mit Gepäck und Rädern beladen, um morgens keine Zeit mit dem Verzurren der Räder zu verlieren. Am Freitag ging es dann morgens los, da nach den Vorhersagen des ADAC die Urlaubswelle gegen Mittag beginnen sollte. Um 09:30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach München. Bis auf kleine Verzögerungen in Baustellenbereichen hatten wir keinen Stau. In München legten wir eine Übernachtung bei den dortigen Gefährten ein. Da wir noch genügend Zeit hatten, gab es noch eine kleine Runde Sighseeing durch München. Vorbei am Schloss Nymphenburg und durch den Olympiapark ging die kleine Runde über 20 km. Abends noch eine Besprechung über die Einzelheiten der Tourabläufe.
Vom Touranbieter mussten wir leider erfahren, dass es in dieser Woche keine geführte parallele Tour gibt und somit auch am Samstag Abend kein Austausch mit dem Guide stattfinden wird. Auch erhielten wir am Freitag noch eine Mail, das Aufgrund eines Unwetters in Italien einige Wege nicht passierbar sind, und deshalb sich auf der 5ten Etappe eine Streckenabweichung ergab, bei der wegen einer Tunneldurchfahrt Beleuchtung erforderlich ist. Deshalb noch eine kurze Organisation zu Hause, dass die „Nachhut“ noch Beleuchtung mitbringt.
Beladener Bus
Nymphenburg
Nymphenburg
Olympia Park
Olympia Park

    13.07.2019

    Etappe: Anreise nach Stumm und Warmup

    Strecke: 16 km

    Höhenmeter: 130 hm

    Höhenprofil: Anreise nach Stumm und Warmup
    Morgens konnten wir erst einmal ausschlafen. Ein gutes Frühstück und die restlichen Koffer einpacken. Die Räder der Münchener Kollegen kamen dann auch noch auf den Heckträger. Gegen 11:15 ging es dann zum Hbf nach München. Hier holten wir noch einen Mitstreiter ab, der am Samstag morgen von Lünern aus mit dem Zug nach München fuhr. Von dort aus ging es dann über Bad Tölz und dem Achenpass ins Inntal und weiter ins Zillertal nach Stumm. Um 14:00 sind wir dann am Starthotel unseres Alpencrosses angekommen. Es war noch Zeit genug um einen kleinen Warmup zu unternehmen. Da die Tour ja eigentlich in Fügen starten sollte, fuhren wir kurzerhand nach Fügen auf einen Cappuccino und wieder zurück nach Stumm. Zurück im Hotel ging es dann noch kurz in die Sauna und abends gab es ein leckeres Menue zur Einstimmung.
    Anfahrt Zillertal
    Hotel Riedel
    Fertig zum Warmup
    Pause in Fügen

      14.07.2019

      Etappe: Stumm – Kematen

      Strecke: 66,5 km

      Höhenmeter: 1880 hm

      Höhenprofil: Stumm – Kematen
      Heute beginnt unser eigentlicher Alpencross. Um 06:45 Uhr ging der Wecker. Heute steht eine lange und anstrengende Etappe vor uns. Um 07:30 gab es Frühstück, danach Radkleidung an und die Koffer packen. Unseren Tagesrucksack hatten wir schon am Abend zuvor gepackt. Selbst Regenkleidung war drin, da ab mittags mit Schauern zu rechnen war. Um 08:30 ging es dann los. Das Taxi für unsere Koffer stand auch schon vor der Tür.
      Diese Etappe kannten wir schon. In 2013 fuhren wir vom Tegernsee zum Gardasee. Die zweite und dritte Etappe in 2013 ging von Stumm zum Breitlahner und dann vom Breitlahner über den Schlegeisspeicher und Pfitscherjoch nach Sterzing. Damals aber in 2 Etappen, diesmal sollte es in einer Etappe sein.
      Die ersten 15 km waren zum Einfahren. Bis Mayrhofen ging es im Zillertal leicht bergan. Nach einer knappen Stunde waren wir im Mayrhofen. Ab Mayrhofen ging es mit einer moderaten Steigung von 4% – 5% bis zum Berghof Breitlahner. Diese Strecke verläuft auf der Passstraße und ist somit gut zu fahren. Nur bei einer Tunnelumfahrung mussten wir die Räder schieben, da die Reste einer Schneelawine uns den Weg versperrten. Am Breitlahner gab es eine kurze Verschnaufpause an der Zufahrtsstrasse. Vom Breitlahner aus ging es am Anfang auf einem Schotterweg hinauf als Umgehung des Tunnels, der mit Rädern nicht befahren werden darf. Oberhalb des Tunnels führt uns die Passstrasse weiter zum Schlegeisspeicher. Hier fängt auch allmählich der Regen an. Auf der Dominikushütte legen wir die Mittagspause um 13:00 Uhr ein. Bis hier hin haben wir bereits 1500 hm hinter uns. Den Wasserhaushalt gleichen wir mit einer Suppe und alkoholfreiem Bier aus. Von hier aus geht es zunächst entlang des Speichersees. Dann ist Schluss mit Asphalt. Die nächsten Kilometer folgen wir dem Zamser Bach auf dem Dornauberg. 2,5 km sind auf dem Schotter gut zu fahren. Danach fängt der Pfitscherjoch Trail an, auf dem wir wegen der Verblockung den größten Teil schieben müssen. In 2013 ist uns dies gar nicht so aufgefallen, da wir damals mit der Kuhherde diesen Teil Wandern mussten. Nach ca. 1,2 km mussten wir diesmal hoch zur Lavitz Alm, da die Umfahrung nicht passierbar war. Hier war dann leider das Tragen der Räder angesagt, da nur ein kleiner Treppenpfad hinaufführt. Ab der Lavitz Alm können wir wieder mit dem Rad fahren, bis der letzte Anstieg zum Pfitscher Joch kommt. An der Zoll-Wachhütte ( heute natürlich nicht mehr besetzt) überqueren wir die Grenze von Österreich nach Italien. Von hier aus geht es noch die Rampe hinauf zum Pfitscher Jochhaus, von dem wir eine grandiose Aussicht in alle Richtungen haben. Auch unser Etappenziel für heute kann man schon ausmachen. Zeit für unseren nachmittags Cappuccino. Nach einer rasanten Abfahrt ins Tal gönnen wir uns noch mal ein Blick zurück auf das Pfitscher Jochhaus. Die restlichen Meter bis zu unserer heutigen Unterkunft lassen wir uns quasi rollen. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir unser Hotel Kranebitt in Kematen. Einen schönen Saunagang gönnen wir uns noch vor dem Abendessen um die Beinmuskulatur zu entspannen.
      Start Alpencross
      Zillertaler Radweg
      Mayrhofen
      Abzweig Schlegeisspeicher
      Reste einer Schneemoräne
      Stop am Breitlahner
      Mauer Schlegeisspeicher
      Pause Dominikushütte
      Gletscher am Schlegeissspeicher
      Wasserfall am Speicher
      Schiebeweg Zamser Grund
      Auffahrt Zamser Grund
      Lavitz Alm
      Grenze nach Italien
      Schneewand Pfitscherjoch
      Pfitscherjochhaus
      See am Pfitscherjochhaus
      Pause Pfitscherjochhaus
      Am Ende ist unser Tagesziel Kematen
      Abfahrt vom Pfitscher Joch
      Abfahrt vom Pfitscher Joch
      Hotel Kranebitt in Kematen
      Rückblick auf das Pfitscher Joch
      Blick Richtung Sterzing

        15.07.2019

        Etappe: Kematen – Reischach

        Strecke: 77 km

        Höhenmeter: 1000 hm

        Höhenprofil: Kematen – Reischach
        Am nächsten Morgen sind wir auch wieder früh auf den Beinen. Aber ein ausgiebiges Biker Frühstück muss sein. Die Oberschenkel spüren wir zwar noch, aber das wird sich schon mit der Zeit verflüchtigen. Unser Gepäcktransport ist auch schon da und wir quatschen ein wenig über die heutige Etappe. Dabei erfahren wir, dass auf dem Pfunderer Joch doch noch so einige Schneefelder sind und wir wahrscheinlich knöcheltief durch den Schnee gehen müssen. Vom Touranbieter haben wir für schlechtes Wetter Ausweichrouten zur Verfügung gestellt bekommen. Also nehmen wir eine der alternativen Routen. Entweder über das Valler Jöchl oder aber die Talroute über Sterzing. Das Valler Jöchl sind wir schon auf dem Südtirol Alpencross 2016 gefahren. Welche der Routen wir fahren, können wir noch bis kurz vor Mauls entscheiden. Da es jetzt erst mal nur bergab geht, kommen wir schnell voran und können ein hohes Tempo fahren. Über Fußendraß, Afens und Wiesen geht es nach Sterzing. Hier muss Mecki erst mal seinen Schokihaushalt aufstocken. Auch ein wenig Sonnenmilch muss her. Da wir die Innenstadt von Sterzing bereits kennen weichen wir ein wenig von der Strecke ab und umfahren den Ortskern. Zwischen Sterzing und Mauls sind Schotter und Waldwege, doch diese sind flach und lassen sich gut fahren. In Niederried entscheiden wir uns für die Talroute. Da morgen wieder eine schwere Etappe vor uns steht, sollen heute die 1200 hm auf der Talroute reichen. Also geht es bis Franzenfeste entlang der Eisack. In Franzenfeste gibt es einen kurzen Abstecher zur Festung. Aber wie soll es anders sein, montags ist Ruhetag und so können wir diese nicht besichtigen. Aber ein kleines Foto geht trotzdem. Danach geht es oberhalb der Hauptstraße durch die Wälder bis nach Mühlbach, wo wir unsere Mittagspause einlegen. In Niedervintl kommen wir dann wieder auf den Hauptkurs. Diejenigen, die über das Pfunderer Joch gefahren sind, kommen hier hinunter. Für uns geht es über St. Sigmund und Ehrenburg nach St. Lorenzen, wo wir noch eine kleine Kaffeepause einlegen. Unser ersehnte Cappuccino des Tages. Die restlichen 5 km bis zum Hotel sind schnell abgefahren. Es geht aber noch mal kräftig bergauf. Vom Hotel aus hat man eine gute Sicht auf den Kronplatz, den wir auf dieser Tour nicht erobern werden. Das Abendessen und Wein sind im Hotel super. Hier werden wir sogar gefragt, ob wir noch einen Nachschlag haben möchten. Eine Seltenheit in Hotels. Abends machen wir noch einen kleinen Rundgang.
        Von den anderen Teilnehmern, die über das Pfunderer Joch gefahren sind erfahren wir, dass es am Joch etliche Schneefelder gegeben hat. Ein Teilnehmer ist dabei auf einem Schneefeld ausgerutscht und etliche Meter abgerutscht. Zum Glück gab es nur ein paar Prellungen. Später erfuhren wir, das ein Kreuzband gerissen war. Für uns nochmals die Bestätigung, dass die Talroute für uns die richtige Entscheidung war.
        Frühstück Kranebitt
        Auf zur zweiten Etappe
        Schoki und Sonnenmilch
        Zwischen Sterzing und Mauls
        Zwischen Sterzing und Mauls
        Zwischen Sterzing und Mauls
        Franzenfeste
        Oberhalb von Mühlbach
        Oberhalb von Mühlbach
        Mühlbach
        Mittagspause in Mühlbach
        Pause St. Lorenzen
        Pause St. Lorenzen
        Kirche St. Lorenzen
        Hotel Olympia
        Sicht auf den Kronplatz
        Blick auf den Pool

          16.07.2019

          Etappe: Reischach – St. Kassian

          Strecke: 50 km

          Höhenmeter: 2110 hm

          Höhenprofil: Reischach – St. Kassian
          Heute steht wieder eine anspruchsvollere Etappe auf dem Plan. Dafür gibt es auch ein üppiges Frühstück. Heute kommen wir erst um 08:45 Uhr aus Rad. Die ersten Kilometer fahren wird quasi wieder zurück auf der Strecke, die wir gestern gekommen sind. Es geht vorbei an der Michelsburg. Danach geht es in den ersten Anstieg Richtung Maria Salem. Hier steht eine interessante Wallfahrtskirche, die wir natürlich besuchen. Matthias zündet uns eine Kerze an. Auf Nebenstraßen geht es weiter in Richtung St. Vigil. Die Steigungen sind überschaubar und gut zu fahren. Ab und an immer wieder eine kleine Abfahren zum ausruhen. Die Landschaft kann man nur genießen. Nach St. Vigil geht es dann doch noch mal 100 hm bergab. In St. Vigil angekommen ist es für uns dann auch Zeit für eine Cappuccinopause. Immerhin haben wir schon die ersten 650 hm und 20 km hinter uns gebracht und der letzte Kaffee ist schon 4 Stunden her. Auf den nächsten 8 km bis zur Kreuzspitze bewältigen wir die nächsten 800 hm. Der Ausblick und die Umgebung entschädigen uns aber für die Strapazen. Nach einer kurzen Pause werden die Höhenmeter (500 hm) wieder vernichtet. In windeseile sind wir wieder im Tal. Eigentlich wollten wir hier unsere Mittagspause machen, doch liegt die zweite auserkorene Lokalität zu weit abseits. Daher gibt es nur einen kleinen Sitinn im Schatten des Wengenbaches. Nun geht es wieder ans Kurbeln. Der Aufstieg zur Heiligkreuz Kirche ist nicht ohne. Teilweise sind die Verblockungen so groß, dass wir wieder ein kurzes Stück schieben müssen.
          Hier legen wir dann unsere verspätete Mittagspause gegen 16:00 Uhr ein. Eine Besichtigung der Wallfahrtskirche muss natürlich auch drin sein. Matthias steckt uns auch wieder eine Kerze an. Auf einem Singletrail geht es dann wieder hinunter nach St. Kassian, das wieder etwa 500 Meter unterhalb liegt. Da auf dem Trail auch Wanderer unterwegs sind, kann man hier nur in einer gemäßigten Geschwindigkeit fahren damit keiner gefährdet wird. In St. Kassian rollen wir direkt zu unserem heutigen Hotel, welches direkt in der „Partyzone“ liegt. Vor dem Abendessen geht es in die Sauna. Die Beine machen sich derweil doch bemerkbar. Nach dem Abendessen geht ein dann noch mal durch die „Partymeile“ um den Geburtstag eines Mitstreiters zu feiern. Aber nicht zu viel, denn morgen müssen wir ja wieder aufs Rad.
          Frühstück Hotel Olympia
          Los zur 3ten Etappe
          Michelsburg
          Auffahrt Maria Salem
          Kirche Maria Salem
          Wallfahrtskirche Maria Salem
          Richtung St. Vigil
          Richtung St. Vigil
          Kirche St. Vigil
          Pause St. Vigil
          Auffahrt Kreuzspitze
          Pause Kreuzspitze
          Pause Kreuzspitze
          Vor der Zehner Spitze
          Verblockungen vor der Hl. Kreuz Kirche
          Pause Hl. Kreuz Kirche
          Pause Hl. Kreuz Kirche
          Hl. Kreuz Kirche
          Sicht auf St. Kassian
          Etappenziel erreicht
          Hotel Falzares
          Abendstimmung
          St. Kassian

            17.07.2019

            Etappe: St. Kassian – Caprile

            Strecke: 42,5 km

            Höhenmeter: 1520 hm

            Höhenprofil: St. Kassian – Caprile
            Halbzeit. Die erste Hälfte des Alpencrosses haben wir bereits hinter uns. Also geht es frohen Mutes auf die nächste Etappe. Die ersten 5 km sind wieder zum Einrollen. Auf Nebenwegen geht es in Richtung Valparola / Falzarego Pass. Bis zur Valparola Alm steigt es nur mäßig an. Im Wald danach müssen wir jedoch wieder schieben. Da Waldarbeiter hier Sturmschäden beseitigen sind die Wege zum Teil nicht passierbar und wir müssen den Weg verlassen und durch den Wald schieben. Nach 7 km geht es wieder auf die Passstraße. Die erste Pause legen wir am Rifugio Passo Valparola ein. Natürlich gibt es einen Cappuccino. Hier hat man einen schönen Blick auf den Valparola See. Danach geht es ein kleines Stück weiter Richtung Passhöhe. Hier ist ein kleines Museum in der alten Festung aus der Kriegszeit 1914 – 1918 untergebracht. Einen knappen Kilometer weiter ist dann das Passschild des Valparola Passes. Zeit für ein Foto. Nach einem weiteren Kilometer kommen wir zum Falzarego Pass. Rasant geht es jetzt auf der Passstrasse hinunter bis zur Talstation des Cinque Torri. Eine kurze Überlegung, ob wir die Aufstiegshilfe nutzen schlagen wir aus und fahren die Passstrasse weiter hinab. Nachdem wir 400 hm vernichtet haben, geht es auf der „Road to Cinque Torri“ auf 4,5 km mit 18 % Steigung zum Rifugio Cinque Torri. Zum Glück auf Asphalt. Auf Schotterwegen geht es dann weiter zur Bergstation des Cinque Torri. Grober Schotter läßt uns auch hier einen Teil schieben. Im Rifugio Scoiattoli machen wir unsere Mittagspause. Nach der Pause geht es noch mal weiter bergauf zum Rifugio Averau, dem höchsten Punkt der heutigen Etappe auf 2416 m. Mit bis zu 35% Steigung läßt sich das auch nicht mehr fahren. Entschädigt werden wir aber wieder durch den Ausblick, den wir von hier oben haben. Vom Rifugio Averau geht es jetzt in einer Trailabfahrt nach Caprile unserem nächsten Etappenziel. Den ersten Teil des Trails, der am Hang verblockt ist, schieben wir lieber aus Sicherheitsgründen. Für reine „Downhiller“ mag dies ein „geiler“ Trail sein, für uns ist er zu risikoreich. Danach geht es auf eher flowigen Trails weiter über Wiesenlandschaften. Man muss jedoch aufpassen, dass man die Spur hält, da die Trails zum Teil schmal und ausgefahren sind. Aus der schroffen felsigen Landschaft ist auch wieder eine Landschaft mit Wiesen und Bäumen geworden. In der Nähe des Ristorante Belvedere ist eine schöne Aussichtsplattform, von der man einen schönen Blick auf das Tal hat. Aber auch auf das Ausmaß des Orkans, der ein paar Wochen zuvor durch das Tal gezogen ist, ist hier ersichtlich. Auf vielen Hängen sind alle Bäume abgeknickt. Ähnlich wie damals beim Kyrill in Deutschland. Auf einem flowigen Waldtrail geht es nun hinunter ins Tal. Die letzten 2 km geht es dann auf der Passstraße bis nach Caprile. Das Hotel Monte Civetta ist ein noch familiengeführtes Hotel. Das erkennt man leider auch an der Ausstattung. Die Zimmer / Bäder und das Mobiliar stammen auf jeden Fall aus dem letzten Jahrtausend.
            Start zur 4ten Etappe
            Abzweig zum Valparola Pass
            Rückblick auf St. Kassian
            Valparola See
            Unsere erste Pause
            Rifugio Passo Valparola
            Rifugio Passo Valparola
            Am Valparola Pass
            Valparola Pass
            Passo Falzarego
            Abfahrt vom Passo Falzarego
            Cinque Torri
            Auffahrt Cinque Torri
            Rifugio Cinque Torri
            Schotterweg zum Cinque Torri
            Cinque Torri und Rifugio Scoiattoli
            Pause am Rifugio Scoiattoli
            Schotterweg zum Rifugio Averau
            Am Ende ist das Rifugio Averau
            Da geht nur schieben
            Da geht nur schieben
            Rifugio Averau
            Ausblick vom Rifugio Averau
            Hier beginnt die Trailabfahrt
            Trailabfahrt
            Single Trailabfahrt
            Noch mal ein Rückblick zum Rifugio
            Blick auf Alleghe
            Savina di Laste
            Auch hier hat der Kürill gewütet
            Caprile Hotel Monte Civetta
            Unser Kompaktbad

              18.07.2019

              Etappe: Caprile – Feltre

              Strecke: 79 km

              Höhenmeter: 1000 hm

              Höhenprofil: Caprile – Feltre
              Für diesen Tag haben wir ja noch kurz vor unserer Tour eine Ausweichstrecke erhalten, da einige Wege und Strecken nicht passierbar sind. Dies haben wir ja schon am gestrigen Tag gesehen und heute haben wir auch noch so einige Überraschungen vor uns.
              Die Nacht hindurch hat es ausgiebig geregnet. Der Torrente Cordevole hat seine Farbe ein wenig geändert. Gestern war er noch recht klar, heute hat er eine leicht trübe Farbe angenommen. Da wir nicht erst wieder einen Teil zurückfahren möchten, um auf die Schotterseite des Flusses zu gelangen, nehmen wir den asphaltierten Radweg an der Straße. Im nach hinein eine gute Entscheidung, da die Kollegen, die den Schotterweg genutzt haben schon in Alleghe aussehen wie „Schw…“. Der Alleghe See, den man tags zuvor noch als blauen See von oben aus sehen konnte, hat heute auch einen Braunton angenommen. Die Nebenstraßen sind hier teilweise für den Autoverkehr gesperrt. Als Radfahrer kann man die Sperren aber um- oder überfahren. Jedoch sind einige Wege tatsächlich auch für Radfahrer nicht passierbar (Radweg bei Fortanelle). Hier geht es dann wieder auf der Straße weiter. Zwischen Agordino und Taibon sollten wir den Tunnel benutzen, da die Umfahrung des Tunnels durch eine Geröll Lawine blockiert ist. Glücklicherweise war diese für Radfahrer und Fußgänger wieder nutzbar. Auch wenn die Strecke noch gesperrt war. Hinter Voltago hatte es dann auch noch eine Brücke weggerissen. Da der Fluss aber wenig Wasser führte, konnten wir unsere Räder durch das Flussbett tragen. In Rivamonte Agordino ist dann Zeit für eine Cappuccino. In einer kleinen Bar machen wir es uns gemütlich. Außerdem fängt es an leicht zu „tröpfeln“. Leider wurde aus dem “tröpfeln“ schon ein leichter Regen, sodass wir uns in unsere Regenkleidung werfen. Auf der Abfahrt nach Lambrol wurde aus dem leichten Regen dann ein Regenguss. Die Schuhe sind auch trotz Überzieher von ober herab vollgelaufen. Unterschlupf suchten wir dann in einem der kleinen Tunneldurchfahrten der „Strada Provinciale della Valle del Mis“. Nur war es dort zugig und es wurde kalt. Also blieb uns nicht anderes übrig als wieder raus in den „warmen“ Regen. Nach 15 Minuten war dann auch alles vorbei. Wir waren zwar nass, aber durch den Fahrtwind trocknete zumindest unsere Kleidung ab. Am Lago de Mis legten wir dann einen kleinen Stop ein. Fotopause und ein paar Körner einwerfen. Dann ging es weiter entlang Lago del Mis bis nach Sospirolo. Hier war vom Regen nichts zu sehen. Also ein kleiner Stopp, um die Regenkleidung zu verstauen. Auch ein Foto von der Kirche in Sospirolo ist sehenswert. Nun führte uns die Strecke immer leicht bergauf und bergab. Über Carazzai, San Gregorio und Cesiomaggiore ging es bis Villabruna. Hier lachte uns eine Osteria zum Pausieren an. Natürlich alkoholfrei. Bis zu unserem Hotel in Feltre waren es dann nur noch 7 km. Die rollten wir größtenteils bergab hinunter. Um 15:30 waren wir am Hotel Doriguzzi. Zeit genug, um noch einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt zu machen. Da bis zum Abendessen noch Zeit war, vertrieben wir uns die Zeit mit der Bereinigung unseres zu niedrigen Körperwasserhaushaltes. Diesmal auch mit Alkohol.
              Start Etappe 5
              Da kam heute Nacht richtig was runter
              Alleghe See
              Der halbe Weg ist weg
              Die Brücke ist weg
              Cappuccino Pause Rivamonte Agordino
              erst mal Regenkleidung an
              Auch bei Regen ein Foto wert
              Lago del Mis
              Kleidungswechsel
              Chiesa di Sospirolo
              Pause an der Osteria in Villabruna
              Schnell noch ein Kerzlein anzünden
              Feltre
              Rundgang durch Feltre
              Kirche di San Rocco
              So gefällt es

                19.07.20189

                Etappe: Feltre – Bassano del Grappa

                Strecke: 64,5 km

                Höhenmeter: 1590 hm

                Höhenprofil: Feltre – Bassano del Grappa
                Unser Alpencross geht so langsam zu Ende. Heute steht noch die letzte Etappe vor uns. Es wird kein leichter Tag, denn vor uns liegt der lange Anstieg zum Monte Grappa. Die ersten 10 km sind wieder zum Einrollen. Von Feltre geht es über Rasai und Seren del Grappa in das Seren Tal, das uns zum Monte Grappa führt. Auf den nächsten 5 km beginnt die Steigung langsam anzuwachsen. Bis zur Chiesa Parrocchiale di San Luigi Gonzaga lässt sich alles noch gut fahren. Doch dann gibt es einen leichten Schock für uns, als wir die Straßenschilder begutachten. 20% Steigung auf den nächsten 8 km. (Unsere Meinung nach gibt das Schild Gefälle an) Dass ist doch schon mal eine Herausforderung. Zugegebener weise schieben wir die Räder in einigen Abschnitten. Für Bergziegen ist es aber noch fahrbar. Also machen wir uns auf den Weg. Unser nächster Stopp wird das Rifugio Malga Bocchette auf 1300 m sein. 700 hm müssen wir auf dieser Strecke erklimmen. Nach 2 Stunden erreichen wir dieses auch. Eine kleine Stärkung sowie eine Glas Flüssigkeit muss sein. Bis hierhin war der Untergrund angenehm und gut zu fahren. Jetzt beginnen die „Dynamit Trails“ , die uns zum Monte Grappa hinaufführen. Die Wege sind zwar nicht mehr so steil, wie in den letzten 2 Stunden, doch ist der Untergrund steinig und teilweise sehr verblockt. Die Strecke ist aber sehr interessant. Auf der gesamten Strecke findet man in den Felswänden die Höhlen, die im Ersten Weltkrieg von Österreichern und Italienern geschlagen wurden. Aber nicht nur Biker begegneten wir auf den Trails. Nach gut 1,5 Stunden haben wir es aber geschafft. Wir haben den Monte Grappa erreicht. Das Denkmal lässt sich am besten zu Fuß erkundschaften. Die Räder schließen wir unten an und dann geht es die endlose Treppe hoch. Noch mal ein kurzer Blick zurück auf das Rifugio, wo wir nachher einkehren werden. Hier ein paar Eindrücke vom Denkmal, das an die gefallenen Soldaten auf den Schlachten hier rund um den Monte Grappe erinnern soll. Nachdem wir uns im Rifugio gestärkt haben, machen wir uns bereit für die Abfahrt nach Bassano del Grappa. Leider ist es heute recht diesig und man kann fast gar nichts in der Talebene erkennen. Da nicht alle den Trail hinunterfahren möchten, teilen wir die Gruppe. Ein Teil begibt sich auf die Trailabfahrt, der andere Teil nimmt die Passstraße hinunter. Auf der Passstraße gab es nichts Besonderes zu sehen, aber ein paar Eindrücke von der Trailabfahrt. Die GPS Daten liegen für beide Strecken vor. Unten im Tal angekommen geht es durch die Ortschaft bis zur legendären Brücke von Bassano del Grappa. Ponte degli Alpini. Leider wird die Brücke gerade restauriert, sodass sie eigentlich nur aus Gerüsten und Bauzäunen besteht. Da wir auf die anderen Teilnehmer noch warten müssen, gönnen wir uns erst mal eine kleine Erfrischung. Nach und nach trudeln auch die anderen Teilnehmer ein und wir stehen fast komplett mit der gesamten Mannschaft vor der Bar. Im Hotel angekommen entledigen wir uns erst mal unseren Radklamotten. Die brauchen wir für diese Tour nicht mehr. Da wir hier im Hotel kein Abendessen erhalten, hatten wir schon im Vorfeld in einem kleinen italienischen Restaurant einen Tisch reserviert. Nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt erreichen wir dieses. Hier gibt es nur regionale Küche. Es wird zwar nur italienisch gesprochen, doch dank des Internets kann man sich so einiges aus der Speisekarte per Smartphone übersetzen lassen. Das Essen und der Service sind hervorragend.
                Hier der Link zur Trailabfahrt: https://www.komoot.com/de-de/tour/1945781766
                Auf zur letzten Etappe
                Durch dieses Tal geht es zum Monte Grappa
                Chiesa Parrocchiale di San Luigi
                Schilderwald und 20% Steigung
                Rifugio Bocchette
                Pause Rifugio Bocchette
                Dynamit Trails zum Monte Grappa
                Dynamit Trails zum Monte Grappa
                Kriegsunterstand am Monte Grappa
                Dynamit Trails zum Monte Grappa
                Dynamit Trails zum Monte Grappa
                Die letzten Meter zum Monte Grappa
                Die letzten Meter zum Monte Grappa
                Die letzten Meter zum Monte Grappa
                Die letzten Meter zum Monte Grappa
                Verteidigungskettenam Monte Grappa
                Noch ein Blick zurück
                Trailabfahrt
                Trailabfahrt
                Trailabfahrt
                Trailabfahrt
                Ankunft Bassano del Grappa
                Die Legendäre Brücke
                Ankunft Bassano del Grappa
                Rundgang durch Bassano del Grappa
                Unsere Abendlokation El Piron

                  20.07.2019

                  Etappe: Rückreise

                  Höhenprofil: Rückreise
                  Heute geht es leider wieder nach Hause. Nach einem „italienischen“ Frühstück (Weissbrot und süße Sachen) packen wir unsere Koffer zusammen. Der Bus stand schon am Vortag vor dem Hotel, sodass es auch zügig losgeht. Bereits um 08:15 ist der Bus startbereit und es geht auf die Rückfahrt nach Stumm. Glücklicherweise ist das Verkehrsaufkommen nicht so hoch und wir kommen ohne Fahrerpause bis nach Stumm. Hier heißt es umpacken. Die Räder wieder im Bus verzurren, Koffer verstauen und den Rest der Räder auf den Heckträger. Unsere beiden Mitstreiter liefern wir wieder in München ab und weiter geht’s nach Lünern. Um 22:00 Uhr sind wir wieder in der Heimat.
                  Fazit: Es war eine wunderschöne Tour. Nur der Anteil der Schiebepassagen Aufgrund der Steigung oder des Untergrundes war zu groß. Trotzdem kann man die Tour weiterempfehlen. Man muss aber konditionell auf der Höhe sein. Die Planung für nächstes Jahr läuft auch schon wieder. Nächstes Jahr geht es durch Slowenien bis an die Adria. Nur mit welchem Anbieter wir fahren haben wir noch nicht entschieden.

                  Euer Radteam
                  verladen der Fahrräder